{"id":909,"date":"2019-10-28T08:30:56","date_gmt":"2019-10-28T08:30:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.revolution1848-1849.eu\/?p=909"},"modified":"2019-08-04T10:41:40","modified_gmt":"2019-08-04T10:41:40","slug":"1833-der-frankfurter-wachensturm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.revolution1848-1849.eu\/?p=909","title":{"rendered":"1833 Der Frankfurter Wachensturm"},"content":{"rendered":"\n<p>\nDie freie und Reichsstadt Frankfurt war seit 1815 der Sitz des \ndeutschen Bundestages und somit der Ort an dem die Gesandten aus allen \ndeutschen Staaten zusammen sa\u00dfen. Der Bundestag wurde von den \nOppositionellen als Instrument der restaurativen Politik angesehen und \nsomit als Hindernis einer Einigung Deutschlands. In Frankfurt selber \nversammelten sich nach dem Hambacher Fest verschiedene Menschen, zumeist\n Studenten und ehemalige Teilnehmer des Festes, um einen gewaltsamen \nUmsturz des Bundestages auszuf\u00fchren und somit eine Einigung aller \nDeutschen, wie sie auf dem Hambacher Schloss gefordert worden war, \nherbeizuf\u00fchren. Am 3. April 1833 sollte es soweit sein. Der Plan der \nVerschw\u00f6rer sah einen entschiedenen Schlag gegen die zwei Frankfurter \nPolizeiwachen vor. Dort lagerten nicht nur Waffen von den Gendarmen und \ndem Stadtmilit\u00e4r sondern auch die Gelder des Bundestages. Anschlie\u00dfend \nsollten die Gesandten der F\u00fcrsten im Palais Thurn und Taxis gefangen \ngenommen werden. War dies gelungen, so sollte die Deutsche Republik \nausgerufen und das ganze deutsche Volk zur Revolution aufgefordert \nwerden. Doch schon im Vorfeld scheiterte das Vorhaben, denn es wurde \nverraten. Zwar erfuhren die Aufst\u00e4ndischen ebenfalls von dem Verrat, \nvertrauten aber f\u00e4lschlicherweise auf die Unterst\u00fctzung der B\u00fcrger \nFrankfurts und auf die der Bauern aus umliegenden D\u00f6rfern. Das \nFrankfurter Stadtmilit\u00e4r marschierte auf und schoss die Angreifer \nnieder. 9 Menschen starben und 24 wurden verletzt. <\/p>\n\n\n\n<p>Der \nWachensturm brachte den Studenten viele Sympathien aus ganz Deutschland \nentgegen, obwohl viele das \u00fcberst\u00fcrzte Handeln kritisierten. Er sorgte \naber auch daf\u00fcr, dass in der freien Stadt Frankfurt fortan mehrere \nTausend \u00f6sterreichische und preu\u00dfische Truppen einquartiert wurden und \ndie Stadt unter den f\u00fcrstlichen Gesandten als liberales oder \ndemokratisches \u201eNest\u201c verschrien war. Zudem wurde in Frankfurt als Folge\n des Aufstandes und des Hambacher Festes die \u201eBundeszentralbeh\u00f6rde\u201c \ngeschaffen. Sie war ein Instrument der Verfolgung und Bespitzelung von \nDemagogen und Oppositionellen in ganz Deutschland. Dort wurde auch das \n\u201eschwarze Buch\u201c gef\u00fchrt. Eine Kartei f\u00fcr alle Verd\u00e4chtigen, ob schuldig \noder nicht. <br>Trotz des Scheiterns des Frankfurter Wachensturms blieb \nes ab 1833 sehr unruhig in Deutschland. Das Ereignis selbst fand Eingang\n in die zeitgen\u00f6ssische Literatur. Das Lied von den sechs Studenten, \nauch bekannt unter dem Namen \u201eDie Freie Republik\u201c, wurde sehr popul\u00e4r. \nAuch Zeitungen und Flugbl\u00e4tter kamen nun h\u00e4ufiger in frecher, fordernder\n Art in Umlauf.<br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die freie und Reichsstadt Frankfurt war seit 1815 der Sitz des deutschen Bundestages und somit der Ort an dem die Gesandten aus allen deutschen Staaten zusammen sa\u00dfen. 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