{"id":957,"date":"2020-04-06T08:30:13","date_gmt":"2020-04-06T08:30:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.revolution1848-1849.eu\/?p=957"},"modified":"2019-08-04T11:13:00","modified_gmt":"2019-08-04T11:13:00","slug":"der-feldzug-in-baden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.revolution1848-1849.eu\/?p=957","title":{"rendered":"Der Feldzug in Baden"},"content":{"rendered":"\n<p>\nMieroslawskis Plan war, den Feind am Neckar aufzuhalten und so besetzten\n seine Truppen die wichtigen Br\u00fccken und \u00dcberg\u00e4nge, welche sie auch bis \nzum 20. Juni erfolgreich gegen Peuckers Neckarkorps verteidigen konnten.\n Die Kampfhandlungen am Neckar begannen um den 15. Juni herum. \nGeschlagen zog sich Peucker zur\u00fcck und das II. Korps unter von der \nGr\u00f6ben marschierte vor.<br>Zeitgleich setzte Hirschfeld bei Germersheim \n\u00fcber den Rhein, Peucker wich in den Odenwald aus um die badischen \nTruppen im Osten zu umgehen.<br>Mieroslawski erkannte, dass ihm die \nEinkesselung drohte und so setzte er alles auf eine Karte, marschierte \nmit dem Hauptteil seiner Armee Hirschfeld entgegen und schlug die \nPreu\u00dfen bei Wagh\u00e4usl in die Flucht. Durch ein Mi\u00dfverst\u00e4ndnis gerieten \nTeile seiner Armee jedoch in Panik und machten aus dem Sieg eine \nNiederlage. Die Neckarlinie wurde ger\u00e4umt und die badische Armee zog \nsich nach S\u00fcden zur\u00fcck. Durch das rasche Nachr\u00fccken der Bundestruppen \nmusste auch eine Verteidigung Karlsruhes aufgegeben werden. In Durlach \ndeckte ein tapferer Teil der badischen Armee den R\u00fcckzug zur Murg-Linie.\n Mit der Festung Rastatt gab es hier einen starken \nVerteidigungsabschnitt.<br>An einigen Br\u00fccken \u00fcber die Murg ben\u00f6tigten \ndie Preu\u00dfen zwei Tage heftiger Gefechte um den \u00dcbergang zu erzwingen. \nDie badische Armee war mittlerweile von gro\u00dfen Aufl\u00f6sungserscheinungen \nbefallen. Das Neckarkorps erzwang bei Gernsbach den \u00dcbergang \u00fcber die \nMurg w\u00e4hrend von der Gr\u00f6ben Rastatt umzingelte und Hirschfeld die \nrestlichen badischen Feldtruppen nach S\u00fcden verfolgte. Sigel, welcher \nMieroslawski mittlerweile als Oberbefehlshaber abgel\u00f6st hatte, konnte \nseine M\u00e4nner nur noch zur Schweizer Grenze f\u00fchren, wo sie Fahnen und \nWaffen ablegten und um Asyl baten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Rastatter Garnison \nverteidigte sich tapfer und hartn\u00e4ckig. In der Festung hoffte man \nvergebens auf Sigel. Am 23. Juli kapitulierten die Verteidiger von \nRastatt und legten ihre Waffen nieder. Wer jetzt nicht mehr fl\u00fcchten \nkonnte, dem wurde der Prozess vor einem Standrecht gemacht. 31 \nTodesurteile wurde in der Folge ausgesprochen, 27 davon vollstreckt, 19 \nin Rastatt. <br>Die F\u00fcrstent\u00fcmer Hohenzollern, das Gro\u00dfherzogtum Baden \nund die freie Bundesstadt Frankfurt blieben bis 1850 von den Preu\u00dfen \nmilit\u00e4risch besetzt. <\/p>\n\n\n\n<p>Damit endete die Reichsverfassungskampagne \nendg\u00fcltig und die Revolution erstarb. Im Folgejahr, also 1850, sollte es\n riskante Nachwehen geben, welche Deutschland fast in einen Krieg \nzwischen seinen Gro\u00dfm\u00e4chten ziehen sollte&#8230; \n\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mieroslawskis Plan war, den Feind am Neckar aufzuhalten und so besetzten seine Truppen die wichtigen Br\u00fccken und \u00dcberg\u00e4nge, welche sie auch bis zum 20. 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