1831 Aufhebung der Karlsbader Beschlüsse im Großherzogthum Baden

Im Großherzogthum Baden, welches im Vergleich mit anderen deutschen Staaten als recht liberal angesehen werden darf, setzte man die Pressezensur laut Gesetz außer Kraft. Jedoch wurde dieses Pressegetz im Folgejahr als nichtig erklärt und die Zensur wieder eingeführt. Grund dafür waren wohl die Ereignisse in und um Hambach in der benachbarten Rheinpfalz, welche damals zum weiterlesen…

1830 Die Folgen der französischen Julirevolution in Deutschland

Als in Frankreich 1830 die Revolution gegen Karl X. ausbrach wurde darüber auch in den Ländern des Deutschen Bundes berichtet. Die Karlsbader Beschlüsse hatten die Verleger und Herausgeber fest im Blick. Niemand sollte in Deutschland zu einer Revolution aufrufen, niemand den Funken aus Frankreich über den Rhein tragen.Die Lebensbedingungen der Menschen befanden sich damals im weiterlesen…

1823 Die Drohbriefaffaire

Hintergrund der Affäre war zum Einen das autokratische Regime des Kurfürsten Wilhelm II. von Hessen-Kassel und seine Angst vor den damit ausgelösten Reaktionen in seinem Umfeld und bei seinen Untertanen. Zum Anderen hatte der Deutsche Bund die Karlsbader Beschlüsse verabschiedet, die genau diese rigorose polizeistaatliche Politik ermöglichten.Hinzu traten besondere Ereignisse in Kurhessen: Schon Anfang 1822 weiterlesen…

1820 Der Troppauer Fürstenkongress

Der Fürstenkongress fand vom 20. Oktober bis 20. Dezember 1820 in Troppau, dem heutigen Opava, statt. Sein Auslöser waren die revolutionären Entwicklungen in Neapel im Juli des Jahres.Der Fürst von Metternich hatte Teilnehmer von den fünf europäischen Großmächten zu Beratungen über das weitere politische Vorgehen eingeladen. Metternich versuchte, die Staaten auf der Basis der geschlossenen weiterlesen…

1819 Der Mord an Kotzebue

In seinem Literarischen Wochenblatt, das er in Weimar – dank der dort existierenden Pressefreiheit – veröffentlichen konnte, griff der Autor und Verleger August von Kotzebue die deutschen Universitäten und vornehmlich die Burschenschaften und Turnerbünde als Brutstätten der Revolution, sowie den politischen Liberalismus an, dessen Ziele Demokratie und Pressefreiheit waren. Er verspottete zudem auch den von weiterlesen…

1817 Das Wartburgfest

Nach den Befreiungskriegen gegen Napoleon hegten viele Deutsche die Hoffnung auf eine Erneuerung der Reichseinheit, die sich nach dem Wiener Kongress 1815 aber als Illusion erwies. Die im Artikel 13 der Bundesakte versprochenen landständischen Verfassungen wurden nur zögerlich oder gar nicht erlassen; so erhielt etwa Sachsen-Weimar-Eisenach am 5. Mai 1816 als einer der ersten deutschen weiterlesen…

Der deutsche Bund

Grundlage für die Verhandlungen über eine staatliche Neuordnung der Länder des vormaligen Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation während des Wiener Kongresses war der Artikel VI des Ersten Pariser Friedens vom 30. Mai 1814. Dort wurde den deutschen Staaten ihre Unabhängigkeit und die Vereinigung durch ein föderatives Band zugesichert.Der Ausschuss zu den Beratungen der deutschen Angelegenheiten, weiterlesen…

Der Vormärz 1815-1847

1814-15 Der Wiener KongressDer Wiener Kongress, der vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815 stattfand, ordnete nach der Niederlage Napoleon Bonapartes in den Koalitionskriegen Europa neu. Nachdem sich die politische Landkarte des Kontinentes im Gefolge der Französischen Revolution erheblich verändert hatte, legte der Kongress wiederum zahlreiche Grenzen neu fest und schuf neue Staaten.Unter weiterlesen…

Der geschichtliche Hintergrund 1815 -1849

Mitte des neunzehnten Jahrhunderts war ganz Europa im Wandel. Die napoleonischen Kriege hatte man kaum verarbeitet, die alten Machtverhältnisse aber schnell wieder hergestellt. Nun befanden sich die Gesellschaften innerhalb der europäischen Staaten in einem Umbruch. Die industrielle Revolution erreichte von ihrer Wiege in England den Kontinent. Industrie und Handel veränderten sich und auch die Menschen weiterlesen…