Der Feldzug in der Pfalz

Am 13. Juni 1849 überschritt das I. Preußische Armeekorps bei Kreuznach die Grenze der Pfalz in Richtung Süden. Bei Kirchheim-Bolanden stellten sich die Pfälzer am 14. Juni den Preußen entgegen und wurden unter hohen Verlusten geschlagen. Sznayde wich mit seinen Truppen nach Süden aus, ließ Ludwigshafen ungeschützt zurück. Das I. Korps teilte sich auf. Während das Gros den Pfälzern nacheilte, marschierte eine Division nach Ludwigsburg, wo sie in einem Artilleriegefecht von den Aufständischen zurückgeschlagen wurde.
General Ludwik Mieroslawski hatte in Baden das Kommando übernommen und verteidigte von Mannheim aus verbissen den Übergang über den Rhein bei Ludwigsburg. Letztere Stadt wurde schwer beschädigt bei dem badischen Bombardement.
Die Badener konnten zwar den Preußen den Übergang über den Rhein verwehren, jedoch wurde so auch Sznayde und seinen Männern die Möglichkeit genommen, sich mit den Badenern dort zu vereinigen.
Die Pfälzer Truppen sammelten sich unterdessen bei Rinnthal, westlich von Landau, wo sie sich ein letztes Gefecht mit Hirschfelds Truppen lieferten und geschlagen wurden. Der klägliche Rest von Sznaydes Armee ging am 18. Juni 1849 bei Knielingen über den Rhein und wurde später in die badische Armee übernommen. Willich deckte den Rückzug mit seinem Freikorps und folgte am 19. Juni.
Mit dem Rückzug der Pfälzer war die bayrische Pfalz befreit und wurde von den Truppen des bayrischen Korps unter Thurn und Taxis besetzt. Hirschfeld konnte sein gesamtes Korps an den Rhein führen, den es am 20. Juni 1849 bei Germersheim überschritt um in die Kämpfe in Baden einzugreifen.

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